Haus 10

Der dreigeschossige Baukörper des Hauses 10 fügt sich über seine proportionale Skalierung kohärent in die geplante Bebauung der „Lanstroper Wohnhöfe“ ein. Städtebaulich generiert das Gebäude im Zusammenspiel mit dem vis-à-vis situierten Haus 8 eine Torsituation, die den Übergang vom öffentlichen Straßenraum in den Innenhof formuliert.

Das funktionale Layout reagiert auf die Nachfrage im geförderten Segment und umfasst ein Raumprogramm von sechs Wohneinheiten mit einer Varianz von zwei bis vier Zimmern. Hierbei ist im Erdgeschoss eine rollstuhlgerechte Wohnung verortet, deren direkter Zugang zum Innenhof die Schnittstelle zur gemeinschaftlichen Freifläche herstellt.

Die äußere Morphologie des Baukörpers verhält sich bewusst zurückhaltend, um die städtebauliche Kohärenz des Ensembles zu wahren. Das Fassadenbild zeichnet sich durch einen disziplinierten Öffnungsgrad aus, der eine selbstverständliche Anmutung generieren möchte. Die gestalterische Spannung des Entwurfs erwächst dabei nicht aus additiver Dekoration, sondern aus einer subtilen tektonischen Tiefenstaffelung: Durch das gezielte Zusammenspiel von horizontalen und vertikalen Gliederungselementen wird die Fassadenfläche präzise rhythmisiert. Diese strukturbildenden Motive sind keine solitären Setzungen, sondern reagieren relational auf die architektonischen Themen der angrenzenden Nachbarbebauung. Indem der Entwurf diese externen Impulse aufgreift, gelingt die visuelle und räumliche Vervollständigung der Situation zu einem konsistenten architektonischen Gesamtbild.

Haus 10 – Grundriss Erdgeschoss
Haus 10 – Grundriss 1. Obergeschoss
Haus 10 – Grundriss 2. Obergeschoss