Das Haus 11 wird als Eckgebäude auf einer tiefen Parzelle errichtet. Es flankiert den Zugang zu Hof 2 und fasst diesen öffentlichen Hof zur Büttener Straße hin räumlich ein. Die architektonische Herausforderung bestand darin, die große Parzellentiefe optimal zu nutzen, adäquat auf die lange Nordausrichtung zur Büttener Straße zu reagieren und gleichzeitig die markante Ecksituation zu betonen. Gelöst wurde dies durch einen Grundriss mit einem innenliegenden Treppenhaus, an das sich 15 Wohnungen unterschiedlicher Größe anschließen.
Im Haus 11 entstehen vielfältige Wohnformen für Ein- bis Sechs-Personen-Haushalte. Insbesondere die größeren Wohnungen – ausgestattet mit bis zu 4 Kinderzimmern für kinderreiche Familien – ergänzen das breite Spektrum der übrigen zwölf Gebäude der Lanstroper Wohnhöfe.
Alle Wohnungen sind barrierefrei konzipiert, über einen Personenaufzug erreichbar und mit großzügigen Loggien sowie raumhohen Fenstern ausgestattet. Offene Wohnküchen reduzieren die reinen Verkehrsflächen im Grundriss und tragen dem Wunsch nach modernen Wohnformen Rechnung.
Im Erdgeschoss von Haus 11 ist zudem die zentrale Energieversorgung für die gesamten Lanstroper Wohnhöfe untergebracht. Diese nachhaltige Anlage basiert auf einer Pelletheizung. Sie versorgt alle 13 Mehrfamilienhäuser mit Heiz- und Brauchwarmwasser.
Die hochgedämmte Fassade des in Fertigteilbauweise errichteten Baukörpers überzeugt durch einen spannungsvollen Wechsel aus Riemchen- und Putzflächen. Loggien und bodentiefe Fenster gliedern die Fassadenflächen rhythmisch.